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10. Januar 2019

Datenschutz in der Cloud

Datenschutz in der Cloud

Die Migration in die Cloud nimmt immer mehr zu, da die Vorteile, die Nachteile überwiegen. Die meisten IT-Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend mit noch mehr technischen Neuerungen und Kapazitäten fortsetzen wird, weshalb der Umstieg von lokalen auf Cloud-basierte Lösungen immer häufiger erfolgt. Zentral bei einer Cloud Lösung ist die Sicherheit der Daten.

Die Vorteile von Cloud Computing im Vergleich zu reinen Inhouse Lösungen liegen auf der Hand: Kostenreduzierung bei IT-Infrastruktur und Software, laufend aktuelle Updates, bessere Performance, bedarfsgerechter Speicherplatz, höchste Ausfallsicherheit. Deshalb setzten immer mehr Unternehmen auf Cloud Lösungen. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass der Cloud Nutzer verantwortlich für die Gewährleistung des Datenschutzes ist.

Probleme des Datenschutzes

Wenn Sie als Unternehmen Personendaten nicht auf Ihrem eigenen Server speichern, muss sich der Cloud Anbieter vollumfänglich an die in der Schweiz geltenden Datenschutzbestimmungen halten. Problematisch wird es also wenn ein Cloudanbieter im Ausland ist mit anderen Datenschutzbestimmungen. Es ist aber auch bereits problematisch, falls ein Anbieter ein Datencenter in der Schweiz und gleichzeitig im Ausland besitzt, da Sie nicht sicher sein können wo die Daten gespeichert werden.

Die fehlende Übersicht, wo der Cloud Anbieter die Daten seines Kunden überhaupt speichert, wird als hauptsächliches Problem angesehen. Bei Cloud Anbietern, die nicht ausschliesslich Schweizer Rechenzentren nutzen, ist oft schwer nachvollziehbar, wo die Daten überhaupt gespeichert und verarbeitet werden und ob weitere Subunternehmer involviert sind. In vielen Fällen werden die Daten in eine Cloud im Ausland übertragen und die Verarbeitung findet auf weltweit verstreuten Servern statt. Und es ist kein Geheimnis, dass dabei oft Länder im Spiel sind, die keinen oder nur einen sehr unzureichenden Datenschutz gewährleisten. Das Risiko ist also gross, dass Daten in einer Art und Weise verarbeitet werden, wie sie in der Schweiz nicht erlaubt wäre.

Wichtige Daten nur in Schweizer Cloud

Der eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür warnt vor einer Datenauslagerung in grosse Rechenzentren im Ausland und empfiehlt rein schweizerische Lösungen. Wenn der Cloud Anbieter nicht in der Schweiz ansässig ist, wird es schwierig, den Datenschutz zu gewährleisten. Denn ob beispielsweise ein Cloud Anbieter, der in den USA sitzt, die Schweizer Datenschutzbestimmungen einhält, kann nur unzureichend geprüft werden. Zudem haben die USA ganz offen bestätigt, dass der europäische Datenschutz für US-Firmen, die in Europa tätig sind, nicht gilt.

Cloud Computing mit Anbietern, die Daten auf Servern im Ausland speichern und bearbeiten, birgt besondere Risiken. Dies betrifft Unternehmen genauso wie Behörden, Institutionen oder Ärzte und Spitäler. Als Nutzer von Cloud Computing und Hosting Services müssen Sie Ihren Anbieter äusserst sorgfältig prüfen, um Datenschutz und Datensicherheit gewährleisten zu können. Bewertet werden müssen dabei organisatorische, rechtliche und technische Aspekte. Je vertraulicher und schützenswerter die auszulagernden Daten sind, desto strikter und umfassender müssen die Sicherheitsvorkehrungen sein.

Die Versprechen von Cloud Computing scheinen in den Unternehmen anzukommen. Noch längst nicht alle Firmen sind jedoch davon überzeugt. Doch gerade beim zentralen Thema Sicherheit herrscht zwischen IT- und Fachabteilungen Einigkeit. Die Security hat oberste Priorität und deshalb muss man sich als Firma auch fragen, wo ich meine Daten lagere.



Quellen:

Volker Richert - Die richtige Cloud-Strategie für Schweizer Unternehmen
Pascal Schmid - Datenschützer empfiehlt schweizerische Lösungen für Cloud Computing